Unsere Forschung in drei Phasen

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Das Projekt RAVE (Road Accident/ Violence Events) ist eine Forschungsinitiative, die sich auf die Erforschung der Faktoren konzentriert, die zu Verkehrsunfällen beitragen. Ziel ist es, eine sicherere und nachhaltigere Zukunft für alle zu schaffen. Das Projekt basiert auf der Annahme, dass das herkömmliche Verständnis von Verkehrsunfällen begrenzt ist und dass ein differenzierteres Verständnis erforderlich ist, um die zugrunde liegenden Ursachen dieser Ereignisse zu ermitteln und zu bekämpfen.

Im Rahmen des RAVE-Projekts werden in drei Phasen die Verflechtungen zwischen Mensch, Technologie und Infrastruktur untersucht, die zu Verkehrsunfällen beitragen. Die erste Phase umfasst eine gründliche Durchsicht der vorhandenen Literatur und des Fachwissens sowie Interviews mit Expert:innen auf diesem Gebiet. Damit wird die Grundlage für die folgenden Phasen gelegt, in denen in direkter Zusammenarbeit mit den Beteiligten an Verkehrsunfällen und anderen Interessengruppen innovative Lösungen für die Herausforderungen der Automobilität entwickelt werden.

Durch diesen transdisziplinären Ansatz zielt das RAVE-Projekt darauf ab, neue Wege zum Verständnis und zur Bewältigung der komplexen Herausforderungen der Verkehrssicherheit zu finden und nachhaltige Lösungen zu entwickeln, von denen alle Beteiligten profitieren. Der folgende Text gibt einen detaillierteren Überblick über die drei Phasen des Projekts und die jeweils verwendeten Methoden und Ansätze.

1. EXPERT:INNENINTERVIEWS: In der ersten Phase des Projekts, die von Juni 2022 bis Januar 2023 dauert, wird das Forschungsteam eine gründliche Sichtung der verfügbaren Literatur und des Expertenwissens zum Thema Automobilität und Verkehrsunfälle durchführen. Diese Vorrecherche dient als Grundlage für den Rest des Projekts und liefert wertvolle Erkenntnisse und identifiziert Schlüsselbereiche für die Erforschung. Darüber hinaus wird das Team Interviews mit Expert:innen auf diesem Gebiet führen, um weitere Erkenntnisse und Perspektiven zu den komplexen Beziehungen zwischen Mensch, Maschine und Infrastruktur zu gewinnen, die zu Verkehrsunfällen beitragen. Diese Interviews werden dem Team helfen, seine Forschungsfragen und Hypothesen zu verfeinern und ein umfassendes Verständnis für das Thema zu entwickeln.

2. BEGLEITENDE INTERVIEWS: In der zweiten Phase des Projekts, die von Februar bis Juni 2023 läuft, werden ethnomethodologische Interviews mit Teilnehmenden durchgeführt, die in Verkehrsunfälle verwickelt waren. Diese Interviews finden direkt am Unfallort statt und bieten die Möglichkeit, die Faktoren, die zu Verkehrsunfällen beitragen, aus erster Hand zu erfahren. Durch diese Interviews wird das Forschungsteam ein tieferes Verständnis für die Erfahrungen der an Verkehrsunfällen beteiligten Personen und die Beziehungen zwischen Menschen, Maschinen und Infrastruktur gewinnen.

3. SOZIALLABORE: In der letzten Phase des Projekts, die von Oktober 2023 bis Winter 2024 dauert, werden mit Hilfe einer Workshop-Serie ("Social Labs") Lösungen für negative Auswirkungen von Automobilität gefunden. Das Forschungsteam, die Teilnehmenden und andere Stakeholder werden zusammenarbeiten, um innovative Lösungen für die mit der Automobilität verbundenen Probleme zu finden. Diese Lösungen werden in einem kollaborativen Prozess entwickelt und getestet, mit dem Ziel, eine nachhaltigere, gerechtere und sicherere Zukunft für alle zu schaffen. Diese Phase wird das Projekt mit konkreten Empfehlungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Bewältigung der allgemeinen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Automobilität abschließen.

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